Unsere Geschichte

Hier erfahrt ihr einen Auszug über die Geschichte der PSV-Judoka. Von den Anfängen als Abteilung bei der SG Dynamo Schwerin in den 50er Jahren über die Wendezeit bis in die Gegenwart.

Das Logo der SG Dynamo Schwerin, welches von 1953 bis 1990 für den Verein verwendet wurde.

Seit Mitte der 50er Jahre wird in Schwerin Judo trainiert, gelehrt und praktiziert. Als eine von zahlreichen Sektion bei der SG Dynamo Schwerin ging es zunächst noch nicht um große Siege und Rivalitäten. Mit Heinz Stiller fand dann ein ehrgeiziger junger Mann den Weg zum Judosport bei den Dynamos, der 1964 als erster Judoka aus Mecklenburg-Vorpommern seine Prüfung zum 1. Dan bestand.

Stiller wollte kurz darauf aber eine eigene Judo-Sektion leiten, um seine Ideen vom Sport umzusetzen. So gab es ab 1966 mit der Judo-Abteilung bei der BSG Post Schwerin zwei Judovereine in der Stadt. Bis heute hat sich das nicht geändert.

Neben der neuen Rivalität innerhalb der Stadt war das Hauptaugenmerk der Dynamos die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Besonders talentierte Sportlerinnen und Sportler wurden in all den Jahren unter anderem zum SC Dynamo Hoppegarten als Leistungszentrum des SC Dynamo Berlin delegiert. Ende der 60er Jahre trat mit Matthias Hermann ein junger Sportler der Judo-Sektion bei, der den Verein mit Beginn seiner Trainertätigkeit Ende der 70er Jahre bis zu seinem Tod 2014 nachhaltig prägen sollte.

Nach der Wende und dem Wegfall des DDR-Sportsystems wurde aus der SG Dynamo Schwerin der Polizeisportverein (kurz PSV) Schwerin. Talentierte Nachwuchsjudoka durften seit den 90er Jahren nun endlich auch auf das aus der Kinder- und Jugendsportschule entstandene Sportgymnasium gehen. Nebem dem Training am Nachmittag hatte der PSV Schwerin nun auch die Möglichkeit, die Schülerinnen und Schüler auch am Vormittag in der Unterrichtszeit zu trainieren. Im Jahr 1998 wurde die Schule zudem als „Eliteschule des Sports“ ernannt. Sportlich hatte der PSV zunächst gegenüber den ehemaligen Post-Judokas, die nun als Abteilung beim Schweriner SC trainierten, das Nachsehen. Erst mit der Zeit zur Jahrtausendwende holte der PSV auf und machte sich, ebenso wie der SSC schon einige Jahre zuvor, deutschlandweit mit Erfolgen einen Namen.

So feierten die U17-Judoka mit dem Gewinn der deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Jahr 2000 einen großen Erfolg. Im Jahr darauf landete die U17 bei den Titelkämpfen der Mannschaften auf dem dritten Platz.

Ein altes Logo der Judo-Abteilung des PSV Schwerin.
Das Logo der Judoabteilung des PSV Schwerin

Medaillen der Nachwuchssportlerinnen und -sportler bei deutschen Meisterschaften waren von nun an regelmäßig zu bejubeln. Als Stützpunkt und Landesleistungszentrum gehörte und gehört der PSV Schwerin noch heute zu den sportlich erfolgreichsten Vereine in Mecklenburg-Vorpommern. Die Männer des Vereins kämpften in den 2000er Jahren in der Regionalliga Nordost regelmäßig um die Meisterschaft mit, gewannen diese dann auch erstmals 2005. Mit einem anvisierten Aufstieg in die 2. Bundesliga hatte es aufgrund mangelnder Sponsoren allerdings nie geklappt. Heute kämpfen die Judoka des PSV Schwerin erfolgreich bei der Kampfgemeinschaft der Judoka Mecklenburg-Vorpommern (kurz KGJMV) mit, die in der 2. Bundesliga bei den Männern und in der 1. Bundesliga bei den Frauen an den Start geht.

Nach dem Tod des langjährigen Trainers Matthias Hermann mussten sich die Judoka zunächst neu finden. Als starker Mann, vor allem aber als Anker der Judo-Abteilung, riss Matthias Hermann ein großes Loch in die Abteilung.

Mit vereinten Kräften und mit Uwe Juch als neuen hauptamtlichen Trainer seit 2015 ging die Erfolgsgeschichte auch in den vergangenen Jahren weiter. Medaillen bei nationalen Titelkämpfen gab es ebenfalls weiter jedes Jahr. Dazu kämpften mit Carmen und Ramona Brussig die beiden Sehgeschädigten Judo-Zwillinge als Aushängeschild noch immer für den PSV Schwerin.

Selbst mit dem nun eigenständigen 1. Schweriner Judoclub, der sich 1999 vom Schweriner SC loseiste, arbeitet man beim PSV Schwerin seit mehreren Jahren kooperativ und eng zusammen. Die einstige Rivalität, die seit den 60er Jahren herrschte, ist zu den Akten gelegt. Mehrfach starteten die Judoka aus Schwerin als gemeinsames „Team Schwerin“ bei Wettkämpfen.

Logo des PSV Schwerin auf dunkelblauem Hintergrund. Über dem Schriftzug ‚PSV Schwerin‘ sind drei dynamische weiße Linien dargestellt.

Bildquellen

  • SG_Dynamo_Schwerin_Logo: SV Dynamo
  • Logo PSV Schwerin alt: PSV Schwerin
  • Logo PSV Schwerin: PSV Schwerin
  • Logo PSV Schwerin 512×512: PSV Schwerin
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